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Ich will Sex! ... oder fehlt mir einfach die Liebe?

Eigentlich gilt es heutzutage: Wenn man ein Bedürfnis hat, soll man es befriedigen. Denn wenn man es unbefriedigt bzw. unerfüllt lässt, besteht die Gefahr, dass diese Bedürfnisse als nicht-durchlebte Emotionen eine Art Stau bilden und uns davon abhalten unser Leben in vollen Zügen zu genießen. So weit, so gut. Jedoch nicht alle Wünsche kann man als "Bedürfnisse" beschreiben und manchmal versteckt sich  hinter so einem bewussten Wunsch ein ganz anders unbewusstes Bedürfnis. Nun kann man nicht alle Bedürfnisse befriedigen und die Frage ist: Ob man es überhaupt tun soll? 6   Sex gehört jedoch zu den Hauptbedürfnissen eines Menschen, genauso wie Essen, Trinken, Liebe und Sicherheit. Also was haben wir? Wenn man sich selbst eine Möglichkeit zum Sex wegnimmt, ist man sich selbst gegenüber unfair und alles andere als human. Diese Begründung verwenden oft Männer, um eine Frau dazu zu bringen mit ihnen Sex zu haben. Uns ist es jedoch bewusst, dass der Wunsch nach Sex häufig ganz andere Bedürfnisse verkörpert, wie z.B. ein Bedürfnis nach Bestätigung, Anerkennung, Akzeptanz, Nähe etc. Oder sogar die Suche nach dem Sinn des Lebens an sich! Ab und zu hört man, dass beispielsweise Männer sexsüchtig sind, was wiederum eine gewisse Abhängigkeit darstellt. In der Regel ersetzt diese Abhängigkeit bei Männern das Bedürfnis nach der Mutterliebe. Als Konsequenz bietet ihm eine Frau, die mit ihm schläft, einen Substitut und unterstützt somit seine Abhängigkeit. Aber selbstverständlich ticken nicht nur Männer auf diese Art und Weise. Auch Frauen ersetzen andere Bedürfnisse mit Sex, auch oft nach Liebe und Akzeptanz. So hat sie als Kind nicht genug Aufmerksamkeit und Wärme bekommen, sucht sie ihr ganzes Leben nah einem Mann, der dieses Bedürfnis erfüllen kann. Aber Männer da draußen wollen ja Sex und nicht sie mit der Vaterliebe beschenken. Und dann ist es auch nur ein Substitut, meine Damen und Herren! Hören Sie auf sich selbst zu belügen: Sex ist nur Sex. Keine Frage, ein ziemlich angenehmer Prozess, aber der wurde uns für einen ganz bestimmten Zweck gegeben - Vermehrung. Deswegen differenzieren Sie bitte Ihre Bedürfnisse! Wenn Sie vor dem 500. Paar Schuhe stehen und es unbedingt kaufen wollen, fragen Sie sich, ob Sie tatsächlich diese Schuhe brauchen oder steckt ein Bedürfnis nach ihrer Selbstverwirklichung dahinter? Oder diese Heißhungerattacken, die wahrscheinlich jeder schon mal gehabt hat: Ist es tatsächlich Hunger oder ist es ein Bedürfnis nach Nähe, Liebe und Körperkontakt? Man sagt, dass Übergewicht oft kein physiologisches, sondern ein psychisches Problem ist. Das Essen kompensiert oft die psychospirituelle Störungen. Einige Leute gehen noch weiter: Wenn der üblicher Sex kein Spaß mehr macht, machen sich Menschen auf die Suche nach dem weiteren Adrenalinkick - sie nehmen bei Orgien teil, experimentieren nicht nur mit verschiedenen Sex-Arten und -Formen, sondern auch mit Alkohol und Drogen. Sei es jedem gegönnt sein Leben so zu gestalten wie er das möchte. Aber sollten Sie spüren, dass "da was nicht stimmt", wäre es vielleicht eine gute Idee einen Psychotherapeuten aufzusuchen und mit seiner Unterstützung festzustellen was einem überhaupt fehlt und wie man es korrigieren kann, um seine Lebensqualität zu erhöhen.